19.01.2011/EN

FCI-Standard N° 157

BULLMASTIFF

 

ÜBERSETZUNG: Frau Diana Hermann (Club für Molosser e.V.),
ergänzt und űberarbeitet Christina Bailey / Offizielle Originalsprache
(EN)
URSPRUNG: Groβbritannien.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN
OFFIZIELLEN STANDARDS : 13.10.2010.
VERWENDUNG: Wachhund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer-
Molossoide- Schweizer
Sennenhunde.
Sektion 2.1 Molossoide,
doggenartige Hunde
Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:
Der Bullmastiff hat sich aus dem Old English Mastiff und der
Bulldogge entwickelt. Zu alten Zeiten wurde er hauptsächlich als
Wachhund benutzt, um den Wildhűtern beim vertreiben von
Wilddieben zu helfen. Der Bullmastiff ist intelligent und
aufmerksam; er ist kőrperlich und geistig absolut zuverlässig und
kann Situationen sehr schnell beurteilen. Sein Mut, seine Courage
und Verteidigung von Eindringlingen ist legendär.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Kraftvoll,
symmetrisch, zeigt groβe Stärke ohne dabei schwerfällig zu sein. Er
ist solide und aktiv.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Kraftvoll, ausdauernd,
aktiv und verlässlich. Sehr lebhaft, wachsam und treu.
FCI-St. Nr. 157 / 16. 02. 2011
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KOPF
OBERKOPF
Schädel: Der Schädel ist von allen Seiten betrachtet groβ und
quadratisch; zeigt leichte Stirnfalten, sofern sein Interesse geweckt
wird. Diese Falten sind in Ruhestellung jedoch nicht sichtbar. Breit
und tief.
Stopp: Betonter Stop.
GESICHTSSCHÄDEL
Nasenschwamm: Gut geőffnete Nasenlőcher. Die Nase ist breit mit
weit ausgebreiteten Nasenlöchern; flach, im Profil nicht zugespitzt
oder aufgerichtet.
Fang: Der Fang ist kurz; die Distanz von Nasenspitze bis Stop
beträgt ungefähr ein Drittel der Gesamtlänge von Nasenspitze bis
Hinterhauptstachel. Der Fang ist unter den Augen breit und behält in
etwa die gleiche Breite bis zur Nase bei. Er ist stumpf und
quadratisch geschnitten, bildet mit der oberen Fanglinie einen
rechten Winkel und ist im richtigen Verhältnis zum Schädel.
Lefzen: Die Lefzen sind nicht hängend, sie dürfen niemals tiefer als
bis zur Unterkante des Unterkiefers reichen.
Kiefer / Zähne: Der Unterkiefer ist bis zum Ende breit. Regelmäβige
Zähne (Zangengebiss von Kante zu Kante) erwünscht, geringer
Vorbiss gestattet, jedoch soll dieser nicht bevorzugt werden. Die
Fangzähne sind groβ und weit auseinanderstehend, die übrigen
Zähne sind kräftig, gleichmäβig und gut im Kiefer gebettet.
Backen : Gut ausgefüllte Backen.
Augen: Dunkel oder haselnussbraun, sie sind mittelgroβ, soweit von
einander eingesetzt wie der Fang breit ist, dazwischen die
Mittelfurche. Helle oder gelbe Augen höchst unerwünscht.
Ohren: V-förmig, zurückgefaltet, weit und hoch, in einer Höhe mit
dem Hinterhauptbein angesetzt und geben damit dem Schädel ein
quadratisches Aussehen; dies ist von gröβter Bedeutung. Sie sind
klein und ihre Farbe ist dunkler als die des Haarkleides am Körper.
Die Ohrspitzen befinden sich mit den Augen in einer Höhe, sofern
die Aufmerksamkeit eines Bullmastiff erregt wird. Rosenohren sind
höchst unerwünscht.
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HALS: Gut gebogen, mäβig lang, sehr muskulös und im Umfang
fast dem Kopfumfang gleich.
KÖRPER
Rücken: Der Rücken ist kurz und gerade, dies bewirkt eine
gedrungene Gestalt. Der Rücken darf jedoch nie so kurz sein, dass er
die Beweglichkeit des Bullmastiffs beeinträchtigt. Karpfen- oder
Senkrücken höchst unerwünscht.
Lenden: Lendenpartie breit und muskulös, mit entsprechender
Flankentiefe.
Brust: Die Brust ist breit und tief, sie reicht tief zwischen den
Vorderläufen hinab, mit tiefreichendem Brustbein.

RUTE: Hoch angesetzt, Rutenansatz kräftig, sich zur Spitze hin
verjüngend reicht sie bis zu den Sprunggelenken. Sie wird gerade
oder gebogen getragen, aber niemals senkrecht nach oben, wie bei
einem Laufhund. Pumpenschwengelrute höchst unerwünscht.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND:
Allgemeines: Die Vorderläufe stehen weit auseinander und sind
gerade.
Schulter: Schultern muskulös, schräg und kraftvoll, jedoch nicht
überladen.
Unterarm: Die Vorderläufe sind kräftig und gerade, mit guter
Knochenstärke.
Vordermittelfuβ: Vordermittelfuβ gerade und stark.
Vorderpfoten: Gut aufgeknőchelt, wie Katzenpfoten, mit gerundeten
Zehen. Harte Ballen. Dunkle Nägel erwűnscht. Gespreizte Pfoten
hőchst unerwűnscht.

HINTERHAND:
Allgemeines: Hinterläufe stark und muskulös.
FCI-St. Nr. 157 / 16. 02. 2011
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Unterschenkel: Unterschenkel gut entwickelt. Sie zeugen von Kraft
und Beweglichkeit, ohne schwerfällig zu sein.
Sprunggelenk: Die Sprunggelenke sind mäβig gewinkelt.
Kuhhessigkeit ist höchst unerwünscht.
Hinterpfoten: Gut aufgeknőchelt, wie Katzenpfoten, mit gerundeten
Zehen. Harte Ballen. Dunkle Nägel erwűnscht. Gespreizte Pfoten
hőchst unerwűnscht.

GANGWERK: Die Bewegung weist auf Kraft und Zweckmäβigkeit
hin. Bei geradeaus gerichteter Bewegung sollen weder die Vordernoch
die Hinterläufe kreuzen oder „stricken“; der rechte Vorderlauf
und der linke Hinterlauf sollen gleichzeitig gehoben und gesenkt
werden. Ein fester Rücken, der durch den kraftvollen Schub der
Hinterläufe nicht nachteilig beeinflusst wird, gewährleistet einen
ausgeglichenen und harmonischen Bewegungsablauf.
HAARKLEID

HAAR: Kurz und hart, wetterbeständig und liegt glatt am Körper an.
Langes, seidiges oder wolliges Haarkleid ist höchst unerwünscht.
FARBE: Jegliche Schattierung von gestromt, rehbraun oder rot. Die
Farbe muss makellos und klar sein. Ein kleines weiβes Abzeichen an
der Brust ist erlaubt. Andere weiβe Abzeichen sind unerwünscht. Ein
schwarzer Fang, der zu den Augen hin heller wird, ist unentbehrlich,
dunkle Augenumrandungen unterstreichen den Ausdruck.

GRÖSSE UND GEWICHT :
Widerristhöhe : Rüden: 64 bis 69 cm
Hündinnen : 61 bis 66 cm.
Gewicht : Rüden: 50 bis 59 kg
Hündinnen : 41 bis 50 kg.
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss
als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem
Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen
FCI-St. Nr. 157 / 16. 02. 2011
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Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes
zu beachten ist.
DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:
• Aggressive oder űbermäβig ängstliche Hunde
• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder
Verhaltensstőrungen aufweisen, műssen disqualifiziert
werden.
N.B.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden
aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch
gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

 

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